Agil werden! Den Stein ins Rollen bringen.

Die ersten Handlungsschritte, die den Stein ins Rollen bringen, setzen bei der Problemzone an. Die Entwicklungslücke zielintelligent anzugehen, ist sinnvoll, weil die Handlungsschritte einen hohen Wirkungsgrad mit sich bringen – auf diversen Ebenen! Damit bringen wir den Stein ins Rollen und machen den Weg frei zum Erfolgsmodell Agilität.

Step 1: Themenfelder bewusst machen.

Zunächst gilt es diese diffusen Themen einzurahmen und ganz bewusst wahrzunehmen. Der Rahmen visualisiert: Das ist unsere Problemzone! Dieser Schritt ist wesentlich, um sich Klarheit zu verschaffen, aber auch, um der Ziel- und Mutlosigkeit zu entkommen. Anschließend wird die Problemzone strukturiert. Welche Themen und Probleme fordern zwingend unsere Aufmerksamkeit? Was bewirken sie kurz- oder mittelfristig? Was ist “hausgemacht”? Was können wir unmittelbar beeinflussen, was nicht? Die Themen werden bewusst in Zeitabschnitte, Dringlichkeit, Wirksamkeit oder in Wirkketten eingeteilt (“cluster”).

Step 2: Themenfelder fokussieren.

Anschließend werden die Themen und Probleme unter dem Brennglas betrachtet und bestimmte Themen fokussiert. Natürlich bearbeitet man nicht alles auf einmal. Nach Kanban sind 3 bis max. 5 Themen (Limit WIP) empfehlenswert. Wichtig: Die Auswahlkriterien müssen sorgfältig überlegt sein! Es muss eine Problemlösung und – fähigkeit in Sicht sein! Sie müssen das Potential zum Erfolgserlebnis bieten, Lerneffekte inkludieren und positive, stärkende Gefühle auslösen. Den individuell richtigen Ansatzpunkt zu erkennen kann kniffig sein. Nehmt auf keinen Fall Themen, die ihr nicht unmittelbar bzw. aus eigener Kraft beeinflussen könnt.

Cave! Nicht erst jetzt beginnt die gemeinsame Arbeit. Alle sind von Beginn an ganz selbstverständlich in den Prozess involviert. Das können Fokus- oder Arbeitsgruppen oder auch das gesamte Team sein. Hauptsache jede*r ist eingeladen, teilzuhaben!

Die Gemeinschaftlichkeit ist keine Sozialromantik, sondern von herausragender Bedeutung: Im 21. Jahrhundert braucht es kollektive Intelligenz und Teampower. Der Einzelne an der Spitze kann die Komplexität nicht mehr bewältigen (dazu später noch mehr) und alleine bringt man auch keinen dicken Stein ins Rollen.

Step 3: In Lösungen denken.

Die Fokusthemen, die nun auf der Agenda stehen, wandern von der Problem- in die Lösungszone. Streicht die Themen bewusst aus der Problemzone heraus und zieht einen neuen, vielleicht grünen, Rahmen um die Lösungszone. Die Visualisierung ist ein kleiner, aber symbolisch wichtiger Akt: Die Demonstration es bewegt sich was und wir haben nicht nur Probleme, sondern auch Lösungen! In der Lösungszone denken und agieren wir nun ausschließlich lösungsorientiert. Die Fokusthemen sind ausgewählt, um gemeinsam konstruktive und zielgerichtete Lösungen zu erarbeiten, das ist die Blickrichtung, wenn es nun an die Arbeit geht.

Fühlt sich irgendwie schon besser an, oder? Struktur, Fokus, Gemeinschaftlichkeit und lösungsorientiertes Denken sind die ersten Schritte, die aus der Gewohnheit herausführen. Hinzu kommt, dass man wieder das Ruder in die Hand nimmt. Diese Schritte führen aus der reaktiven Defensive heraus und ebnen den Weg zur Fähigkeit, sich den Herausforderungen zu stellen und gemeinsam zu agieren. Take a step forward into the future, your future.

P.S. Ihr seid nicht allein. Begleitung und Moderation ist im Leistungspaket 2 (Agilität konzipieren) inkludiert! 

 

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