Bauplan

Die Transformation von „alt nach neu“ erweckt den Eindruck, als müsse man alles auf den Kopf stellen und ein Gegenmodell in Betrieb setzen. Das ist ein Trugschluss, denn nicht alles aus der „alten Welt“ ist schlecht oder gar hinfällig, beispielweise sind nach wie vor Routinearbeiten zu leisten und Prozesse zu definieren und zu optimieren. Und, anders betrachtet, ist in der „neuen Welt“ nicht alles goldrichtig und zielführend. Auch agile Start-ups müssen gesetzte Erwartungen erfüllen und mit wachsender Mitarbeiterzahl ihre Agilität bewahren.

Es geht gar nicht um die Entscheidung „alt oder neu“, sondern um eine hohe Kompetenz im Umgang mit Veränderungen. Es geht um eine Problemlösungsfähigkeit, die mit der Häufigkeit, Geschwindigkeit und Komplexität Schritt halten kann, darum, sich Bewegungsfähigkeit aufzubauen, sich in beiden Welten zu bewegen, idealerweise das jeweils passende zu erkennen – und dem wirtschaftlichen Zweck Rechnung zu tragen! In der Literatur ist es als organisationale Ambidextrie beschrieben, Handlungssicherheit im Arbeitsalltag einerseits und Anpassungs- sowie Innovationsfähigkeit andererseits. Kein Spaziergang, erst recht nicht, wenn man im Auge des Orkans stehend, auf diese Herausforderungen blickt.

Der Erfahrungsschatz, den MitarbeiterWert aus der Arbeit und Praxis mit KMU´s mitbringt, zeigt dass es gut gelingt, wenn

  • die Viabilität im Zentrum steht. Die Viabilität im Sinne der Nützlichkeit und Zweckdienlichkeit, dh. sich dem „Big picture“ in kleinen, praktikablen Schritten  annähern.
  • der experimentelle Charakter ein akzeptierter Begleiter ist. Nicht alles, was man probiert, ist ein Treffer – aber wertvolle Erfahrung.
  • die regelmäßige Reflexion den Prozess bestimmt. Die Fortschritte liegen weder im Tun noch in den (neuen) Erfahrungen, sondern in der Reflexion der Wirksamkeit. Reflexion trainiert und macht klüger: Erfahrungslernen.

In dieser Kombination wird ein individueller und organisationaler Lernprozess initiiert und implementiert, der Stein auf Stein das aufbaut, was die Progression auf den Weg bringt: die Bereitschaft und Fähigkeit Gewohntes zu hinterfragen, Gewohntes anders zu machen oder gleich etwas ganz Anders zu machen!

Man muss sich nicht entscheiden zwischen „alter und neuer“ Arbeit, sondern seinen Weg gehen. Für alle Überlegungen, was wie erreicht werden und wie man vorgehen kann, stehen wir die Denkpartner*innen und Sparringpartner*innen, zur Verfügung, (natürlich) mit Fach- und Methodenkompetenz und Community. Schwarmintelligenz, diverse Blickrichtungen und Mentoring sind wesentliche Bausteine. In dieser Ära des Arbeitslebens ist man nicht allein.