1 > 20. Kann das stimmen?

Beitragsserie New Work verstehen (Organisation 2/7).

 

⇒ Mathematisch gesehen auf keinen Fall.

Im Organisationsmodell des Industriezeitalters schien es richtig gewesen zu sei; die Denk- und Handlungslogik klassischer Unternehmen baut auf diesen Grundsatz.

1 > 20. Die Chefetage steht über allem, denn hier konzentriert sich das Wissen, hier fallen Entscheidungen und von hier aus wird alles gelenkt, geplant und gesteuert. Ein Organisationsmodell, das unter stabilen Bedingungen erfolgreich war.

Dies gilt aber nicht für komplexe, sich schnell verändernde Welten. So musste der ehemalige Nokia CEO, kurz vor der Übernahme durch Microsoft erkennen: …we didn´t anything wrong, but somehow, we lost…

Wir sind in neuen Zeiten. In einer Ära mit komplexen, mehrdimensionalen Problemen und hoher Veränderungsdynamik. Der/die Einzelne oder wenige an der Unternehmensspitze können mit dieser nicht mehr Schritt halten. Die Reaktions-, Problemlösungs- und Anpassungsfähigkeit ist davon abhängig, dass ein immer größer werdender Teil der Beschäftigten mitdenkt und eigenverantwortlich handelt.

Das haben Agile Organisationen längst erkannt. Sie wissen, dass Ideenreichtum, Einsatzfreude, Gestaltungswille und Eigenverantwortung ihre Währung ist, um am Puls der Zeit zu agieren und die Herausforderungen bewältigen zu können. Sie fördern Netzwerkaktivitäten, internen und externen Informationsaustausch sowie Kollaboration.

Agile Organisationen kultivieren ein Arbeitsumfeld, in dem jede*r eine wichtige Rolle spielt und wertvolle Beiträge liefert.

Sie haben verstanden, dass das kollektive Wissen – also das Wissen der produktiven Einheiten und derjenigen, die nah am Markt, am technischen Fortschritt und nah an der Wertschöpfung sind – ebenso relevant ist, wie das Wissen der Unternehmensleitung.

👉  20 > 1
👉 Das ist ihre Denk- und Handlungslogik.
👉  Macht schon rein mathematisch viel mehr Sinn!